Was kann Liebe bewirken?
Von Nadine Stelzer am 21.05.2007

Ethische Aspekte der Liebesleidenschaft bei Simone de Beauvoir
Die Leidenschaft durch Liebe – ein wahrhaft heiß diskutiertes Themenfeld mit einer mehr als 2000 Jahre währenden Tradition. Als kulturell tief verwurzeltes Anliegen stellt die LIebesleiden-schaft in ihrer Rätselhaftigkeit wohl das gefährlichste und zu-gleich magischste Element des menschlichen Lebens dar. Die gegenwärtig dominierenden Tendenzen biologischer Erklärungs-versuche der Liebe als physiologische und evolutionäre Prozes-se zeigen, dass ihre Wahrnehmung als zwischenmenschliche Funktion scheinbar an Wert verloren hat. Philosophische Betrach-tungen, in denen die Kraft der Liebe alle Bereiche des Lebens und Denkens durchdringt, hinterfragen diese Reduktion des Menschen als neurologisch gesteuerte Materie, indem sie die Vielschichtigkeit und zwischenmenschliche Bedeutung dieser Leidenschaft reflektiert darstellen.
Simone de Beauvoir (1908-1986) hat mit ihren ethischen Theorien zur Liebesleidenschaft und zur Sexualität eine Basis geschaffen. Die Schriftstellerin, Philosophin und eine der bekanntesten Wegbereiterinnen des Feminismus nimmt mit ihren diskursübergreifenden Analysen nicht nur eine exemplarische und zentrale Rolle in der philosophischen und ethische Diskussion übe die Leidenschaft ein. Ihre Originalität und ihre innovativen Aspekte im Liebesdiskurs sind die Ursachen für ihre prägende Rolle bis in die heutige Zeit.





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